Da die Aktivierung des Peroxisomen Proliferator aktivierten Rezeptor gamma (PPARγ) in glialen Zellen, Neuronen und Makrophagen zur Suppression entzündlicher Botenstoffe führte testeten wir, ob eine Behandlung mit PPARγ-aktivierenden Substanzen einen protektiven Effekt im EAE- Mausmodell der MS besitzt. Wir konnten nachweisen, dass eine orale Behandlung von Mäusen im EAE Modell der MS die Entwicklung klinischer Symptome der EAE deutlich und nachhaltig verminderte und die perivaskuläre und periventrikuläre Infiltration des ZNS mit Lympho- und Leukozyten reduzierte (1). Experimente an humanen T-Lymphozyten von gesunden Kontrollen und MS Patienten zeigten, dass die Behandlung mit PPARγ-Agonisten die inflammationsstimulierte Proliferation dieser Zellen reduzierte und einen apoptotischen Zelltod einleitete, der teilweise durch eine veränderte Expression der BAX und BCL2 Spiegel vermittelt wurde (2). Darüber hinaus reduzierte die Behandlung mit PPARγ-Agonisten die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine signifikant. Zusammengefasst deutet dies darauf hin, dass PPARγ-Agonisten, die bereits klinisch zur Behandlung des Typ2 Diabetes eingesetzt werden eine neue therapeutische Option zur Behandlung der MS darstellen könnte.

  1. D.L. Feinstein, E. Galea, V. Gavriluyk, C.F. Brosnan, C.C. Whitacre; L. Dumitrescu-Ozimek, G.E. Landreth, G. Weinberg and M.T. Heneka (2002) PPARβ agonists prevent experimental autoimmune encephalitis. Ann. Neurol. 51: 694-702.
  2. S. Schmidt, E. Moric, G.E. Landreth, M.Schmidt, M. Sastre, D.L. Feinstein, T. Klockgether and M.T. Heneka (2002) PPARγ agonists inhibit T-cell proliferation and proinflammatory cytokine secretion of lymphocytes derived from MS patients and healty subjects. (J. Lekoc. Biol., in press).

 

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